Kommunikationstipps
In diesem Tool findest du eine Sammlung von Tipps für deine Lobbying-Kommunikation. Worauf kannst du achten, wenn du dein Gegenüber überzeugen möchtest? Lass dich inspirieren.
Inspiriert vom Handbuch von Progressive Perspektive
Do's
Don'ts
Gemeinsamkeiten benennen
Weise auf gemeinsame Ziele hin (z.B. aus Leitbildern von Gemeinden zu denen man mit den Angeboten der OKJA einen Beitrag leistet) Sprich Werte und Bedürfnisse an, die von den meisten Menschen geteilt oder nicht abgelehnt werden. Verbindende Elemente können auch gemeinsam erlebte (negative) Ereignisse sein. So kann eine leicht transportierbare, verbindende Geschichte erzählt werden.
Moralisieren und Polarisieren
Achte darauf, dass deine eigene Moralvorstellung nicht überlegen wirkt. Das verhindert beim Gegenüber die Offenheit für deine Botschaften und Lernprozesse. Um Mehrheiten für dein Vorhaben zu gewinnen, braucht es Kommunikation, die auf Empathie, Zusammenhalt und Gemeinsamkeit abzielt.
Fakten mit Geschichten kombinieren
Zahlen, Daten, Fakten werden greifbarer, wenn sie mit einer Geschichte oder einem Wert verbunden werden. Mehr zum Thema:
Storytelling
Fakten ohne Werte
Fakten haben keine überzeugende Wirkung, wenn sie alleine präsentiert werden.
Expertise als Fachkraft anbieten
Biete deinem Gegenüber (z.B. Vertreter*innen der Gemeinde) Zugang zu Jugend-spezifischem Wissen und zu aktuellen Entwicklungen an. Weiters kannst du bei Beteiligungsprozessen unterstützen oder beim Dialog mit jungen Menschen selbst.
Abwehrhaltung
Gehe nicht in die Abwehrhaltung, wenn du bei deinem Gegenüber etwas erreichen möchtest. Zeige Offenheit im Gespräch, stelle Fragen und greife Themen auf, die zu deinen eigenen Zielen passen.
Klare Botschaft wiederholen
Deine Botschaft sollte leicht zu verstehen sein und mehrmals im Gespräch vorkommen. Z.B.: „Durch professionell gestaltete Angebote für Kinder und Jugendliche in der OKJA, werden an anderer Stelle Kosten eingespart.“, „OKJA schafft Perspektiven für Jugend-liche und bindet Jugendliche an die Gemeinde.“
Komplizierte Sprache und Widersprüche
Verwende eine klare und verständliche Sprache, um das Gegenüber gut mitzunehmen und achte darauf, dass deine Botschaften nachvollziehbar sind.
Positive Erzählungen liefern
Versuche deine Geschichte positiv zu formulieren, auch wenn dein Gegenüber ein negatives Framing verwendet. Nenne z.B. junge Menschen gemeinsam mit positiv besetzten Begriffen wie „Zukunft“, oder OKJA gemeinsam mit „professionell“.
Negativbilder wiederholen
Vermeide es negative Zuschreibungen zu wiederholen. Auch wenn du sie verneinst, verfestigt sich das Bild: z.B. wenn „Jugendliche“ gemeinsam mit „Gefahr“, „Problemen“, „Gewalt“, „Vandalismus“ etc. genannt werden.
OKJA als Teil der Lösung kommunizieren
Beschreibe welchen Beitrag OKJA zur Lösung des jeweiligen Problems leisten kann und welchen Nutzen das Gegenüber davon hat.
Anti-Haltung
Hauptsächlich kommunizieren, wogegen man ist. Keine Alterantive zum Status Quo aufzeigen.
Wirkung der OKJA vermitteln
Sprich Wirkungen der OKJA an für die sich das Gegenüber interessieren könnte. Z.B. Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Sicherheit, Bildungschancen, Strategie gegen Abwanderung etc. Beschreibe welchen Vorteil die Gemeinde, aber auch die Gesellschaft von der OKJA hat.
Verbote und Verzicht
Vermeide es die Verschlechterung der aktuellen Situation zu betonen oder eine Verbots- und Verzichtsdebatte anzustoßen.
Wertschätzung und Verständnis
Zeige Verständnis für die Rolle und Zwänge des Gegenübers und erkenne dessen Kompetenzen und Erfolge an. Eine wertschätzende Haltung fördert eure Arbeitsbeziehung. Wie in der OKJA braucht es auch in der Lobbyarbeit Zeitressourcen und manchmal vielleicht auch mehrere Chancen.
Voreingenommenheit
Vermeide es das Gegenüber für (Partei-)Politik als Ganzes verantwortlich zu machen oder dessen Handlungen und Aussagen eine gezielte Strategie zu unterstellen.
Gegenteilige Meinung sensibel ausdrücken
Wenn deine Meinung von der des Gegenübers abweicht, versuche deine Position sensibel zu formulieren. Streiche Aussagen, wie „aber“, die auf den Widerspruch hindeuten und ersetze sie durch Formulierungen wie „gleichzeitig“ oder „und“. Mehr zum Thema:
Gegenwind
Unkonstruktive Gesprächsführung
Achte darauf, dass Aussagen in deinem Lobbying-Gespräch nicht als Angriff oder Kampf wahrgenommen werden. Dies führt meist direkt zu Abwehr.
- Was braucht das Gegenüber, um meine Botschaft zu verstehen (Bilder, Zahlen, Geschichten)?
- Wie bereite ich mich am besten auf mein Lobbying- Gespräch vor? Gesprächsvorbereitung
- Welche Rolle oder Aufgabe habe ich in diesem Gespräch?
- Welche Botschaft möchte ich verbreiten und welche Begriffe möchte ich beim Gegenüber stärken?
